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| Meredith |
Geschrieben: 14.09.2009, 10:47
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Gruppe: Mitglieder Beiträge: 7 Mitglieds-Nr.: 337 Mitglied seit: 27.12.2008 |
Das Thema ist hier wahrscheinlich ganz bestimmt schon vorgekommen, aber trotzdem würde es mich interessieren, wie Ihr das mit dem Zehnten seht. Ich habe ihn jahrelang mit Inbrunst gegeben und war im Großen und Ganzen immer finanziell gesegnet. Vor einiger Zeit habe ich aufgehört, weil:
a: der Zehnte alttestamentarisch ist(Mal.3,10) b: man im AT die Leviten damit segnete(das Beste ist: das Volk konnten einen Teil des Zehnten nach erfolgtem Opfer selbst verspeisen!). Im NT allerdings besteht das Priestertum aller Gläubigen. Man kann also nicht hergehen und sagen, der Pastor respektive das Leiterteam einer Gemeinde entspricht den Leviten und alle anderen sind das Volk und haben ihnen den Zehnten zu geben. Der Vorhang ist zerrissen; alle sind Leviten! c: wir statt steinernen Herzen jetzt fleischerne Herzen haben; wir also jetzt aus einem großzügigen Herzen das geben, was Gott uns zeigt. Der Zehnte ist nur ein Vorschlag, ein Anhaltspunkt. Jetzt bin ich nicht mehr finanziell gesegnet. Das kann natürlich noch andere Ursachen als das Nicht-Zehntengeben haben; außerdem ist finanzieller Segen Definitionssache. Es muß nicht immer ein Rolls-Royce sein. Es gibt übrigens im NT eine Stelle, die darauf hinweist, dass auch Jesus will, dass wir den Zehnen geben. Mt.23,23:"Ihr verzehntet den Anis und den Kümmel und das Wichtigere im Gesetz vernachlässigt ihr, nämlich das Recht und das Erbarmen und den Glauben! Dieses sollte man tun und jenes nicht lassen."(Schlachter). Diese Stelle spricht aber eher von der Rolle des Gesetzes für den Gläubigen. Wenn Zehnter, dann auch koscher essen. Es gibt also so einiges an Pro und Contra. Freue mich auf eine anregende Debatte. |
| Charly-l |
Geschrieben: 14.09.2009, 12:01
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![]() Gruppe: Administratoren Beiträge: 688 Mitglieds-Nr.: 241 Mitglied seit: 14.11.2006 |
Hallo Meredith,
ich habe das Thema in dieses Forum verschoben. Vorher passte es nicht zu dem ausgewählten Forum. Zum Zehnten: Ich drehe mal den Spieß um: Wo wird denn der Zehnte im NT aufgehoben? Um es kurz zu machen: an keiner Stelle. Nein, er wird eigentlich sogar noch ins Extrem gezogen, indem deutlich gemacht wird, dass nicht nur drei Zehnte dem Herrn gehören, sondern 100% des gesamten Besitz und des gesamten Seins. Du hast sicherlich Recht, wenn der Zehnte Angesichts dessen, dass wir keinen weiteren Tempel incl. Priester mehr haben, die versorgt werden müssten, heute eher eine Art Vorschlag ist. Leider verstehen viele Christen (wenn nicht sogar die allermeisten) in Hausgemeinden und einfache Gemeinde das so, dass sie nicht nur kein Geld für das Reich Gottes zur Verfügung stellen, sondern sogar - wie die Menschen der Welt - in Schulden leben. Auch hier gilt - ob Zehnter oder nicht - wer Gott beraubt, wird sich des Segens berauben. Nun, wie halten wir es? Wir geben unseren Zehnten weiterhin auf ein spezielles Konto. Mit diesem Geld bezahlen wir div. Aktivitäten und Ähnliches, was mit dem Reich Gottes zu tun hat. Geldmangel für solche Dinge können wir seitdem nicht mehr verzeichnen. Ja ich wundere mich eher immer wieder, wenn andere HG'en klagen, sie könnten die Kosten eines Celebrations oä nicht stemmen. Wir wissen auch, dass auch wir Zugriff auf dieses Konto nehmen können, wenn es uns finanziell arg drücken sollte - was bisher nicht vorgekommen ist. Es geht auch hier nicht um ein Gesetz, sondern um unsere Haltung. Interessanterweise findet man in der Diskussion enorme Anstrengungen zu belegen, warum man Heute den Zehnten nicht mehr geben müsse. Es sollte genau gegenteilig sein: wir sollten Anstrengungen machen um herauszufinden, wie Gott mit unserem Anteil Finanzen Segen verbreiten will. -------------------- Trotz so manchem Tief das ich erlebt habe, immer noch oder gerade deshalb Christ
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| Hans-Otto Heck |
Geschrieben: 16.09.2009, 10:32
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Gruppe: Mitglieder Beiträge: 173 Mitglieds-Nr.: 166 Mitglied seit: 07.01.2005 |
Ich kenne eine Ehepaar, die über einen Zeitraum von ca. 10 Jahren, genau ihren Zehnten vom Bruttolohn von ihrem Bankkonto abbuchen ließen, von ihrem vorbildlichen Engagement in der Gemeinde ganz zu schweigen. Trotzdem kamen sie mehrmals in massive finanzielle Schieflagen.
Das geben des Zehnten, allein, mit finanziellem „Segen“ zu assoziieren, „kann“, muss aber nicht richtig sein. Der Zehnte ist ein Teil des Gesetzes und es sieht fast so aus, dass das Gesetz uns gegeben wurde, um aufzuzeigen, dass wir es in seiner Ganzheit nicht halten können. Wenn ich mit den mir zur Verfügung stehenden finanziellen Mitteln, allgemein gesagt, Gutes tue, bin ich bereits gesegnet und werde gesegnet werden. Ob sich das wiederum finanziell in meinem Geldbeutel als Zuwachs niederschlägt, sei dahingestellt. Jedenfalls schaffe ich mir durch Geben, himmlischen Reichtum. Jesus ist mit seinen Aussagen fast schon subversiv zu nennen, wenn ER z.B. sagt „verkauft alles was ihr habt und gebt’s den Armen“ oder „wer zwei Mäntel hat, gebe einen weg“, geht das bei mir schon ans Eingemachte und ich tendiere doch wieder hin zum Versuch das Gesetz einhalten zu wollen. Aber mir kommen die zehntausende Schafe, Rinder etc. als Opfergabe in den Sinn um damit einen strafenden und fernen Gott in „Schach“ halten zu wollen und mit dem ich eigentlich nicht direkt etwas zu tun haben möchte. Also bete ich doch wieder, als Kind, zu unserem Vater im Himmel (Abba lieber Vater) und ich habe dabei nicht den Eindruck, dass ER mir das Gesetz vom Zehnten zur Einhaltung vorlegt. Über nachfolgende Bibelstelle kann sich jeder seine Meinung selbst bilden: Als sie nun nach Kapernaum kamen, traten zu Petrus, die den Tempelgroschen einnehmen, und sprachen: Pflegt euer Meister nicht den Tempelgroschen zu geben? Er sprach: Ja. Und als er heimkam, kam ihm Jesus zuvor und fragte: Was meinst du, Simon? Von wem nehmen die Könige auf Erden Zoll oder Steuern: von ihren Kindern oder von den Fremden? Als er antwortete: Von den Fremden, sprach Jesus zu ihm: So sind die Kinder frei. Damit wir ihnen aber keinen Anstoß geben, geh hin an den See und wirf die Angel aus, und den ersten Fisch, der heraufkommt, den nimm; und wenn du sein Maul aufmachst, wirst du ein Zweigroschenstück finden; das nimm und gib's ihnen für mich und dich. |
| Charly-l |
Geschrieben: 16.09.2009, 13:05
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![]() Gruppe: Administratoren Beiträge: 688 Mitglieds-Nr.: 241 Mitglied seit: 14.11.2006 |
Das ist mal wieder ein beliebtes, modernes Argument, was absolut zu kurz greift. Das Gesetz hat nicht nur die Aufgabe dem Menschen zu zeigen, das er von sich aus nicht die Heiligkeit erreichen kann, die vor Gott gilt, sondern es offenbart uns ebenso das Wesen Gottes. Desweiteren hilft es uns miteinander leben zu können. Bis Heute ist das Gesetz Mose die vorbildlichste Grundlage humanitärer Gesellschaften. Unser Verständnis von den Menschenrechten, etc. basiert darauf. Wenn man davon ausgeht, erscheint auch der Zehnte in einem weitaus helleren Licht, als nur ein "Relikt aus dem Gesetz" zu sein.
Woher hast du denn dieses Gottesbild? Wohl kaum aus dem AT. Das ist das typische Bild der Götzen, niemals aber das Bild, dass das Volk Gottes durchgehend hatte. Leider reiten zZt recht viele Möchtegern-Theologen auf diesem falschen Gottesbild herum und verunsichern auch das Volk Gottes damit.
Die Opfer im AT wurden nicht zur Besänftigung des Zorn Gottes gebracht, sondern um des Menschen Willen. Die Opfer sollten in keiner Weise Gott besänftigen, sie sollten vielmehr den sündigen Menschen bewahren, wenn er sich dem heiligen Gott näherte. Die Opfer sollten die Sünde der Menschen für eine Zeit bedecken, damit dieser sich Gott nähern konnte und am Segen Gottes Anteil nehmen konnte. Nicht der zornige Gott ist die Ursache für die Opfer, sondern die Sünde der Menschen. Gottes Meinung zu Opfern: 1 Samuel 15:22 Samuel aber sprach: Hat der HERR so viel Lust an Brandopfern und Schlachtopfern wie daran, daß man der Stimme des HERRN gehorcht? Siehe, Gehorchen ist besser als Schlachtopfer, Aufmerken besser als das Fett der Widder. Hosea 6:6 Denn an Güte habe ich Gefallen, nicht an Schlachtopfern, und an der Erkenntnis Gottes mehr als an Brandopfern. Meine Frage an dich, Hans-Otto: Wie soll dMn in unseren Zeiten des NT Gottes Reich auf Erden finanziell unterstützt werden? Was ist zB mit Gal. 6:6ff? Galater 6:6 Wer im Wort unterwiesen wird, gebe aber dem Unterweisenden an allen Gütern Anteil! 7 Irrt euch nicht, Gott läßt sich nicht verspotten! Denn was ein Mensch sät, das wird er auch ernten. 8 Denn wer auf sein Fleisch sät, wird vom Fleisch Verderben ernten; wer aber auf den Geist sät, wird vom Geist ewiges Leben ernten. 9 Laßt uns aber im Gutestun nicht müde werden! Denn zur bestimmten Zeit werden wir ernten, wenn wir nicht ermatten. 10 Laßt uns also nun, wie wir Gelegenheit haben, allen gegenüber das Gute wirken, am meisten aber gegenüber den Hausgenossen des Glaubens! Ehrlich gesagt, ärgert mich das ein- oder andere Mal, wenn ich mitbekomme, dass Christen unserer HGen zwar den Dienst von Jemanden (möglichst extra dafür angereisten) in Anspruch nehmen, sich aber in keiner Weise dahingehend verpflichtet fühlen, Diesem ein Teil seines Lebensunterhalts zu sichern. Wie wir im obigen Versen sehen könne, hat das mit echtem Gehorsam gegenüber Gott nicht viel zu tun, oder? -------------------- Trotz so manchem Tief das ich erlebt habe, immer noch oder gerade deshalb Christ
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| Hans-Otto Heck |
Geschrieben: 17.09.2009, 06:15
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Gruppe: Mitglieder Beiträge: 173 Mitglieds-Nr.: 166 Mitglied seit: 07.01.2005 |
Für die 10 Gebote z.B. bin ich ebenfalls dankbar, und es ist gut, dass sie von vielen Staaten bzw. dessen Politikern/Verantwortlichen als Basis, u.a. auch für unser Grundgesetz gebraucht wurden. Das steht außer Frage. Mit meinem Satz: „Der Zehnte ist ein Teil des Gesetzes und es sieht fast so aus, dass das Gesetz uns gegeben wurde, um aufzuzeigen, dass wir es in seiner Ganzheit nicht halten können“ unterstelle ich dem Geber des Gesetzes keine uns Menschen feindliche Absichten, sondern im Gegenteil. Das Gesetz ist die Grundlage und zuerst absolut notwendig , um es aber dann, in Jesus vollenden zu können. Das Gesetz wäre ohne Jesus ein Dilemma. Die einzelnen Richtlinien und Vorgaben im AT, hinsichtlich dem Umgang mit Abgaben und auch dem Zehnten finde ich ebenfalls gut. Heutige Systeme, steuerlich so angepasst, würden uns einen großen Schritt weiterbringen, hin zu mehr Gerechtigkeit und Verteilung der Güter allgemein. Und trotz dem Gesetz Mose, als der vorbildlichen Grundlage humanitärer Gesellschaften, nimmt Ungerechtigkeit zu. Und Menschenrechte werden weltweit mit Füßen getreten. Es geht doch um die Frage bleiben wir beim Gesetz stehen oder gehen wir weiter. Weitergehen bedeutet, was sagt Gott denn noch, und hier kommen wir an Jesus nicht vorbei. Gott gibt uns das Gesetz. O.K. Ich verfalle über kurz oder lang dem Gesetz in seiner Auswirkung. Gott sagt, das habe ich vorausgesehen, ich biete dir die Lösung aus deinem Dilemma, ich habe das am Kreuz von Golgatha geregelt. So einfach ist das, anscheinend für uns Menschen zu einfach. Das Kreuz von Golgatha ist die kopernikalische Wende in der Weltgeschichte. Ich glaube, es ist nicht ganz von der Hand zu weisen, dass beim Geben des Zehnten oft latent Opfersinn der wahre Auslöser ist, um wie schon gesagt einen Gott zu besänftigen, dessen Gesetzesvollendung in Jesus, mir zu einfach erscheint.
Gott spricht hier von Umwandlung. Er zeigt hier auf, was ER in Wahrheit möchte. Persönlich bin ich der Meinung, man kann auch mehr geben wie den zehnten Teil seines Einkommens, aber nicht als Gesetz. |
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| Hans-Otto Heck |
Geschrieben: 17.09.2009, 06:39
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Gruppe: Mitglieder Beiträge: 173 Mitglieds-Nr.: 166 Mitglied seit: 07.01.2005 |
Die Antwort auf Deine Frage habe ich oben bereits gegeben und entspricht Galater 6;6: „Wenn ich mit den mir zur Verfügung stehenden finanziellen Mitteln, allgemein gesagt, Gutes tue, bin ich bereits gesegnet und werde gesegnet werden.“ Der Beitrag wurde bearbeitet von Hans-Otto Heck am 17.09.2009, 06:40 |
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| Charly-l |
Geschrieben: 17.09.2009, 13:04
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![]() Gruppe: Administratoren Beiträge: 688 Mitglieds-Nr.: 241 Mitglied seit: 14.11.2006 |
Ist die ausreichende Entlohnung/Bezahlung eines Diener Gottes "etwas Gutes tun" oder ist das nicht doch mehr? Ich lese in Gal 6:6 nicht:
"Es wäre nett und überaus freundlich, wenn ihr einem Diener Gottes, der euch Unterweist einen kleinen Obolus für seine Mühe geben würdet. Denn auch ein solcher muss ja von Irgendetwas leben." Da steht: "Wer im Wort unterwiesen wird, gebe aber dem Unterweisenden an allen Gütern Anteil! 7 Irrt euch nicht, Gott läßt sich nicht verspotten!..."!! Es wird unter Christen immer so gemacht, als sei die anteilsweise Versorgung solcher, die von ihrem Dienst (teilweise) leben, eine nette und freundliche Geste. Nach Gal 6:6 und anderen Stellen ist es aber eher eine Verpflichtung. Und dann ist es geradezu clever, wenn man zB seinen Zehnten nicht bereits für sonstwas ausgegeben hat, oder? -------------------- Trotz so manchem Tief das ich erlebt habe, immer noch oder gerade deshalb Christ
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| Meredith |
Geschrieben: 18.09.2009, 19:21
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Gruppe: Mitglieder Beiträge: 7 Mitglieds-Nr.: 337 Mitglied seit: 27.12.2008 |
Den Zehnten gab es schon vor dem Gesetz, z.B. hat Abraham dem Melchisedek den Zehnten seiner Güter gegeben. Irgendetwas scheint schon an ihm dran zu sein; ich habe z.B. vor ein paar Tagen einen Dauerauftrag eingerichtet, um ein Missionswerk zu unterstützen und habe schon einige tausend Euro mehr auf dem Konto.(Geht noch was davon ab, ist aber trotzdem schon gut).
Problematisch wird es bloß, wenn man den Zehnten als magisches Allheilmittel betrachtet. Habe mal von einem Nichtchristen gelesen, der auch den Zehnten gegeben hat (und, soweit ich mich erinnere, finanziell gesegnet war). Das Zehntengeben sollte nicht die Beziehung zu Jesus ersetzen. "Und wenn ich alle meine Habe austeilte ..., aber keine Liebe hätte, würde es mir nichts nützen." 1. Kor.13, 3 (Schlachter). Ich selbst hätte bloß Schwierigkeiten, den Zehnten in teure Gemeinderäume zu investieren und würde es bevorzugen, ihn den Armen zu geben oder jemanden zu unterstützen, der das Evangelium verkündet. |
| risc |
Geschrieben: 21.09.2009, 21:53
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![]() Gruppe: Administratoren Beiträge: 486 Mitglieds-Nr.: 235 Mitglied seit: 31.08.2006 |
Hallo Ihr Lieben,
das Thema ist interessant, danke Meredith, dass du das hier angesprochen hast. Da kann ich mich nicht zurückhalten und will ein wenig mitmischen. Eine Sache ist, zu fragen, ob der Zehnte biblisch ist und zunächst sehe ich, dass er aus dem alten Testament kommt - das relativiert die ganze Sache und ich würde sagen, es ist kein Gesetz für uns Nachfolger Jesu, sondern eine Frage der Liebe Gott und dem Nächsten gegenüber. Denn Jesus hat betont, dass es für uns nur ein Gesetz gibt: Du sollst Gott lieben von ganzen Herzen, total, mit allem was du bist und was du hast und den Nächsten wie dich selbst. Darin sind alle Gebote enthalten - das Geben von Finanzen fällt für mich auch darunter. Wenn wir mit alttestamentlichen Vorbildern diesbezüglich anfangen, dann müssen wir auch erwähnen, dass die Israeliten mehr als den Zehnten gegeben haben und man kann auch sagen, dass alles Gott gehört. Aber so zu leben, dass wir alles erst Gott zur Verfügung stellen und alles Geld anderen geben, das können nur ganz wenige Glaubenshelden. Da kommt es mir ehrlich gesagt ganz recht, wenn ich einen Anhaltspunkt bekomme und so bei 10 Prozent beginnen kann - am besten mit dem Ziel mehr und mehr über diesen Satz hinauszugehen. Dabei ist der Zehnte kein Gesetz, kein Muss für mich, sondern eine Hilfe, die ich gerne annehme und wo ich erfahren kann, dass Gott sein Wort hält und mich segnet (das habe ich auch erfahren) Gott hat einen fröhlichen Geber lieb, heißt es in der Bibel. Ich finde, dass Charly auch einen wichtigen Punkt trifft, wenn er über die Verwendung des Zehnten spricht. Der erste Zehnte im Alten Testament galt den Leviten als Unterhalt - die weiteren Abgaben waren dann für andere Dinge des Hauses Gottes. Daraus möchte ich keine Lehre für das NT machen, trotzdem habe ich von Gott diesbezüglich mehrmals eine persönliche Ansprache bekommen. Seit 1989 lerne ich, mehr und mehr so zu leben, dass ich von Gott versorgt werde, d.h. konkret, dass ich heute von dem lebe, was andere Christen mir für den Dienst geben, bzw. was mir andere frei spenden. Immer wieder hat Gott in den 20 Jahren zu mir gesagt, dass ich ein Levit bin und vom Zehnten leben werde. Ja, es stimmt, wir sind alle Priester, wie Petrus es in seinem Brief betont, und doch gibt es Unterschiede: "Es gibt solche, die Gott berufen hat, voll und nur im "Hause Gottes", der Gemeinde zu dienen. Dazu zähle ich nicht die Leiter einer Hausgemeinde (= Älteste als Hirten), sondern die 5 Dienste aus Eph. 4.11. Interessanterweise gab es auch 5 unterschiedliche Priesterdienste bei den Leviten im Tempel (s. 1.Chr.24-27). Ich meine, und das lehre ich auch, dass die Dienste auf die Unterstützung der Gemeindeglieder im Netzwerk der Hausgemeinden angewiesen sind, um einen überregionalen Dienst in der nötigen Weise tun zu können (die Zurüstung der Heiligen zum Werk des Dienstes). Das ist sehr wichtig und wird leider oft bei der Diskussion um den Zehnten vergessen. Ric -------------------- |
| Theo |
Geschrieben: 13.12.2009, 20:14
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Gruppe: Mitglieder Beiträge: 135 Mitglieds-Nr.: 346 Mitglied seit: 08.02.2009 |
So in aller Schnelle meine Meinung:
* Wir sollen nicht in finanzielle Abhängigkeit von Menschen geraten (Thema Schulden) * Wir sollen einer ordentlichen Arbeit nachgehen, ein Vater hat die Pflicht, seine Familie zu versorgen. * Wir sollen etwas übrig haben, um damit Gutes zu tun, und die zu unterstützen, die es brauchen. * Wir sollen nicht "blind" spenden, sondern in Projekte, die das Geld sinnvoll im Sinn des Reiches Gottes einsetzen - dafür dürfen wir auch Rechenschaft fordern. * Wir sollen freiwillig und mit Fröhlichkeit den Betrag spenden, den Gott uns auf's Herz gelegt hat. * Wir sollen nicht nur Wohltätigkeit üben, sondern die vollzeitlichen Diener des Wortes versorgen, die für uns zuständig sind. Und: Die Steuern sind unverschämt hoch! |
| Georg Frank |
Geschrieben: 31.12.2009, 17:46
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Gruppe: Mitglieder Beiträge: 1 Mitglieds-Nr.: 367 Mitglied seit: 31.12.2009 |
Das Thema interessiert mich sehr, da es im Laufe meiner Gemeindezugehörigkeiten, einem ständigen Wechsel unterlag.
Evangelisch getauft, wurde mir von meinem Gehalt die Kirchensteuer einbehalten. Dadurch war mir sichergestellt, daß die Konfirmation, als auch eine mögliche Hochzeit, Beerdigung finanziell abgedeckt war. Auch am Ausgang nach dem Gottesdienst, wurde nur noch ein Opfer gesammelt, welches für spezielle Projekte verwendet wurde, aber nicht dem Haushalt der Gemeinde diente. Später in der Freikirche war der Zehnte Bestandteil der Zweckgemeinde, um den Pastor und das Gemeindehaus zu finanzieren, als auch ggf. noch Missionare. Bewegt man sich dann ausserhalb der Institutionen, begegnet einem ein freiheitliches Gedankengut, welches bis zur vollständigen Ablehnung von finanziellen Verantwortlichkeiten geht. Interessant ist, daß es für alle Strömungen auch entspr. biblische Begründungen geben kann. Als Beispiel die nachfolgende Thematik: Wir lesen von Paulus, daß er dazu auffordert die am Wort dienenden zu versorgen. Er selber hat es aber nicht für sich in Anspruch genommen, weshalb man doch sagen könnte, lieber Prediger folge doch dem Beispiel von Paulus. 2Tess.3,8 Grundsätzlich sehe ich mich auch im Rahmen des neuen Testamentes in der Freiheit eines Abrahams, der aus Dankbarkeit gegenüber Gott und dem zuvor empfangenen Segen , Melchisedek aus freien Stücken den Zehnten gab. Somit sehe ich, daß ich keinerlei institutionalisiertem Zwang unterlegen bin.[B] Ich sehe aber auch sehrwohl eine gegenseitige Verpflichtung im Leib Christi, daß wir füreinander zu sorgen haben. 2Kor.8,13 Desweitern kann sich eine Gemeinschaft dazu entschliessen, daß Personen aus ihrer Mitte aus dem normalen Berufsleben herausgerufen werden, als auch daß ein Gemeindehaus oder Anderes zu finanzieren ist. Schliesst sich jemand solch einer Gemeinschaft an, tritt er in diese Verpflichtung mit ein. Wichtig dabei ist es, daß sich diese Dinge nicht verselbständigen. Eine nachfolgende Generation muß nicht zwangsweise die Absprachen der früheren Generation übernehmen. Den Zehnten halte ich, wie Richard schon erwähnte, für eine gute Grundlage als Richtschnur für das Geben. Christus hat häufig einen Gehorsamsschritt gefordert ( Joh.9,7 ), um eine Glaubenserfahrung machen zu können. Aus diesem Grunde ist solch ein Gehorsamsschritt ( Ps.34,9 ) ein prüfen, ob Gott uns nicht versorgen wird. Eine kleine Geschichte dazu. Meine Frau und ich, wir waren frisch verheiratet, als ich wieder zur Schule gehen wollte. Wir überprüften die Finanzen und stellen dann fest, daß uns 100DM pro Monat in der Haushaltskasse fehlen würden, wenn wir den Zehnten weiter zahlen würden. Wir entschlossen uns aber, diesen Glaubensschritt zu gehen. Bevor die Schule anfing kam eine liebe Frau aus der Gemeinde auf uns zu und teilte uns mit, daß sie es aufs Herz gelegt bekam, uns mit 100DM pro Monat während meiner Ausbildung zu unterstützen. Liebe Grüße Georg |
| Charly-l |
Geschrieben: 31.12.2009, 18:30
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![]() Gruppe: Administratoren Beiträge: 688 Mitglieds-Nr.: 241 Mitglied seit: 14.11.2006 |
Hallo Georg, mir gefällt was du schreibst. Zu einem habe ich aber eine Anmerkung:
Das sehe ich nicht so - ganz im Gegenteil. Ich empfinde es als unglaubliche Anmaßung die selbstverantwortete Haltung eines Paulus hier als Maßstab für das Verhalten von Dienern Gottes zu machen. Hier erhebt der Teil des Leibes, der eigentlich verantwortlich wäre für das Auskommen vollzeitiger Dienender mit aufzukommen, den Anspruch den Diener mit pseudofrommen Floskeln zu zwingen unter Vorhaltung falscher Demut auf diesen Anspruch, den er laut Paulus ja hat, zu verzichten. Eine unglaubliche Arroganz und Heuchelei in meinen Augen. Ich habe immer wieder Probleme damit, was als angeblicher biblischer Beleg präsentiert wird. Für mich ist die Botschaft der Bibel recht einfach und deutlich. Ich sehe, seit ich mich von den institutionellen Gemeindeformen verabschiedet habe, auch, dass so vieles so viel einfacher, logischer und klarer ist, wenn wir verstehen, dass Gemeinde als Institution eben nicht wirklich der Wille Gottes ist. Gerade beim Thema Geld wechselt es - wenn man es richtig versteht (meine ich) - vom beständigen Mangel und dauerhaften Spendenaufrufen, zu einem erstaunlichen Überfluss, der es leicht macht, zu geben. Hier erweist sich für mich jede Gemeindeform, die auf Gebäuden und Ämtern basiert als gigantische Geldfressmaschinerie. Um so mehr bedauere ich, dass Christen, die sich für die einfache Gemeindeform entschieden haben, oft so sehr einem gewissen Geiz anheim fallen. Sowas passiert, wenn man "das Kind mit dem Bade ausschüttet". -------------------- Trotz so manchem Tief das ich erlebt habe, immer noch oder gerade deshalb Christ
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| Hans-Otto Heck |
Geschrieben: 09.01.2010, 08:31
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Gruppe: Mitglieder Beiträge: 173 Mitglieds-Nr.: 166 Mitglied seit: 07.01.2005 |
Hallo Georg, ich verstehe nicht, wie die von Dir angeführten Bibelstellen (Joh. 9,7:Und er sprach zu ihm: Geh zum Teich Siloah - das heißt übersetzt: gesandt - und wasche dich! Da ging er hin und wusch sich und kam sehend wieder und Psalm 34,9:Schmecket und sehet, wie freundlich der HERR ist. Wohl dem, der auf ihn trauet!) mit der Abgabe des Zehnten in Einklang zu bringen sind?
Was meinst Du mit dem zuvor empfangenen Segen? Die Segnung:“ Gesegnet seist du, Abram, vom höchsten Gott, der Himmel und Erde geschaffen hat; von Melchisedek ausgesprochen. (war meines Erachtens nicht der Grund für Abrahams dankbare Haltung. Oder, der Segen etwas zurückbekommen zu haben, was vorher von Feinden geraubt wurde. Nicht nur Hab und Gut kamen retour, auch Abraham nahestehende Menschen, kamen aus der Gefangenschaft frei. Dieser zehnte Teil an Melchisedek, war, so meine ich aus einer dankbaren Haltung heraus gegeben, bezogen auf eine einmalige Aktion. Gruß Hans-Otto |
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| Hans-Otto Heck |
Geschrieben: 10.01.2010, 08:06
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Gruppe: Mitglieder Beiträge: 173 Mitglieds-Nr.: 166 Mitglied seit: 07.01.2005 |
Jedenfalls ist das Verhalten von Paulus bemerkenswert und vorbildlich. Paulus macht aus seinem „Job“ in keiner Weise ein Geschäft, im Gegensatz zu einigen Jesus Nachfolgern aus den unterschiedlichsten Denominationen hier in Europa und vor allem in Amerika. Gruß Hans-Otto |
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| Charly-l |
Geschrieben: 10.01.2010, 13:18
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![]() Gruppe: Administratoren Beiträge: 688 Mitglieds-Nr.: 241 Mitglied seit: 14.11.2006 |
Die Haltung des Paulus ist sicherlich Vorbildlich. Sie stellt eine Anfrage und Herausforderung an die dar, die von ihrem Dienst leben wollen. Und genau da hört es auch auf. Sie kann und darf in keiner Weise dahin umgedreht werden, dass sie von solchen, die diesen Dienst in Anspruch nehmen, als Forderung an solche gestellt werden kann, die von ihrem Dienst leben wollen. Denn um es ganz klar zu benennen würde hier der Geiz und die Habsucht eine geheuchelte Demut fordern.
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