Hauskirchen-Forum
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Beiträge| Seiten: (2) [1] 2 ( Zum ersten ungelesenen Beitrag ) | ![]() ![]() ![]() |
| Charly-l |
Geschrieben: 04.08.2008, 22:55
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![]() Gruppe: Administratoren Beiträge: 688 Mitglieds-Nr.: 241 Mitglied seit: 14.11.2006 |
Hallo,
ich habe auf unserem Blog einen Artikel über Hemmnisse beim Start von einfachen Gemeinden geschrieben. Er ist hier zu finden: Artikel Kennt ihr solche oder ähnliche Hemmnisse? hattet ihr damit zu tun und wenn ja, wie seid ihr damit umgegangen? Welche Hemmnisse sind euch sonst bekannt? Gruß, Charly -------------------- Trotz so manchem Tief das ich erlebt habe, immer noch oder gerade deshalb Christ
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| Hans-Otto Heck |
Geschrieben: 05.08.2008, 13:46
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Gruppe: Mitglieder Beiträge: 173 Mitglieds-Nr.: 166 Mitglied seit: 07.01.2005 |
Hallo,
meine Prägung hinsichtlich langjähriger, herkömmlicher Gemeindezugehörigkeit war für mich z.B. ein großes Hemmnis. Das Gewohnte hinter sich zu lassen, beängstigt. Ich dachte an, Hebr.10,25: ? und nicht verlassen unsre Versammlungen, wie einige zu tun pflegen?. Dazuzugehören ist für mich wichtig. Geistlich dazuzugehören, einem Gemeinde-Verbund anzugehören, vermittelte mir irgendwo ein Gefühl der Sicherheit. Ich dachte, hier jetzt rauszugehen, was wird dann sein? Was wird kommen? Liege ich überhaupt richtig? Meine Entscheidung für HG war kein ?Schnellschuss?, er reifte über Monate bzw. Jahre. Und ich meine, im Gebet, gehört zu haben, ?gehe diesen Schritt und überlasse alles weitere mir?. Heute meine ich, HG versuchen zu leben, ist die einfachste Methode, Jesus nachzufolgen, wenn ich die unterschiedlichsten, aber wichtigen Hemmnisse erkenne und es mir möglich ist diese aufzuarbeiten und zu kanalisieren. Die Disharmonie zwischen Gemeindeabläufen, und z.B., sonntäglichem Gottesdienst auf der einen Seite und dem tatsächlichen Leben auf der anderen Seite, ist im Grund eigentlich ?schizophren?. Ich meine heute, dass die Zugehörigkeit zu einer Denomination diese Disharmonie in unserem Leben subtil fördert. Meine Erfahrung bezüglich HG ist, meine Schritte und mein tun verändern meine Sichtweise und meine Gedanken. Nicht umgekehrt! Hebr. 10,25 ist für mich so wie oben gesagt nicht mehr relevant, das Gegenteil ist der Fall. Wir treffen uns im Namen Jesu und nicht im Namen einer Denomination. |
| Hel |
Geschrieben: 05.08.2008, 22:38
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Gruppe: Mitglieder Beiträge: 54 Mitglieds-Nr.: 280 Mitglied seit: 04.10.2007 |
Charly,
du schreibst diese Themen wurden dir genannt. O.K. die Menschen sind verschieden. Für mich sind das keine Hindernisse. Das größte Hindernis ist, jemanden zu finden, der auch Hausgemeinde leben möchte. Neulich haben wir mit Leuten geredet, die in einer Hausgemeinde waren, die sich aufgelöst hat. Andere warten schon seit Jahren, dass sich etwas in der Richtung Hausgemeinde tut. Wir hatten auch schon so ein freies Treffen bei uns,- die Leute sind aber auch wieder weggeblieben. Manchmal werden hier in der Region so Treffen/Vorträge angeboten für Leute, die am Thema interssiert sind. Dabei habe ich hauptsächlich einen Eindruck gewonnen: Die Theorie ist klasse,aber in der Praxis, scheints oft nicht so zu funktionieren. P.S. Ich weiß, dass es bei Dir klappt, aber die Regel scheint das nicht zu sein. |
| Charly-l |
Geschrieben: 05.08.2008, 22:45
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![]() Gruppe: Administratoren Beiträge: 688 Mitglieds-Nr.: 241 Mitglied seit: 14.11.2006 |
Hallo Hel,
naja, auch hier wünschte ich mir deutlich mehr Interesse und tatsächliche Umsetzung. manchmal habe ich den Eindruck, dass manche den Absprung von der programmorientierten Gemeinde nicht schaffen - entweder gehen sie weiter dorthin oder bekommen in ihrem Kopf den Absprung nicht hin. Ich bin aber der Meinung, dass der beste Start für Hausgemeinden ist, anzufangen und ein offenes Haus zu pflegen. Was meinst du? Charly -------------------- Trotz so manchem Tief das ich erlebt habe, immer noch oder gerade deshalb Christ
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| Hans-Otto Heck |
Geschrieben: 06.08.2008, 08:27
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Gruppe: Mitglieder Beiträge: 173 Mitglieds-Nr.: 166 Mitglied seit: 07.01.2005 |
Hallo,
Diesen Absprung nicht hinzubekommen, ist der interessante Part. Was geht da in unseren Köpfen vor, welche Hemmnisse kommen da auf. Ängste, Prägungen, persönliche Defizite etc. Deshalb ist das Thema, das hier Charly eröffnet hat so interessant. |
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| Hel |
Geschrieben: 06.08.2008, 14:09
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Gruppe: Mitglieder Beiträge: 54 Mitglieds-Nr.: 280 Mitglied seit: 04.10.2007 |
Absprung? Ist es wirklich der Absprung oder vielmehr die Tatsache, dass das mit der Hauskirche nicht so einfach klappt. Offenes Haus ist für uns kein Problem, jeder darf rein, auch unangemeldet und einfach anfangen auch nicht. Aber was wenn`s denn niemand gibt der mitmacht? Unsere kleine Gruppe löste sich einfach wieder auf. Ohne Angabe von Gründen. Kann sein, dass die Leute etwas störte, aber sie waren nicht bereit darüber zu reden Wir gehen mittlerweile auch wieder in eine "normale" Freikirche, weil wir einfach merken/wissen, dass wir die Gemeinschaft mit Geschwistern brauchen. Ganz ohne diese Gemeinschaft einfach in der Hoffnung, dass sich mal etwas tut, das reicht uns nicht. Und wie gesagt, das ist das was wir bei den hardcore- Befürwortern beobachten. Sie reden zwar von Hausgemeinde, aber in der Realität haben sie niemand. |
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| Charly-l |
Geschrieben: 06.08.2008, 15:05
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![]() Gruppe: Administratoren Beiträge: 688 Mitglieds-Nr.: 241 Mitglied seit: 14.11.2006 |
Wenn ich mir zB in Amerika anschaue, warum Christen in Hausgemeinden gehen, so wird deutlich, dass sehr viele von ihnen zuvor ooCC (out of Church Christian) gewesen sind. Warum waren sie das? Weil sie entweder sehr gefrustet von der herkömmlichen Gemeinde oder sehr verletzt durch sie waren. Sie haben also innerlich einen deutlichen Abstand zur herkömmlichen Gemeindeform genommen und kommen mit mehr Überzeugung zu ihren Hausgemeinden. Das fehlt oft bei den Deutschen, die ich beobachte.
Es scheint auch unter uns Deutschen eher so zu sein, dass die Angst, ohne eine Programmgemeinde zu sein, bedeuten könnte sein Heil zu verlieren. Zu sehr sitzt in unseren Köpfen die jahrtausendealte Botschaft: "Ohne Kirche kein Heil" Kirche wurde zwar zu einem guten Teil von anderen Kirchenvorstellungen, bis hin zur Freikirche teils abgelöst, aber die Vorstellung des klerikalen Sonntagmorgendprogramms hat sich kaum verändert. Wenn ich das alles sehe, muss ich beschämt vor Gott zugeben, dass ich (evtl. ja auch wir) viel zu sehr auf andere Christen schauen und nicht darauf, Unbekehrte für Christus zu erreichen. Jedenfalls gibt es nichts einfacheres für Christen als Hauskirchen. Wenn es nicht klappt, wird das Gründe bei den Einzelnen der Besucher haben. Ich pflege Gemeinschaft mit versch. Christen, ohne wieder in eine der üblichen Gemeinden gehen zu müssen. Wir müssen uns auch ehrlich fragen, was genau an der Gemeinschaft uns denn wichtig ist? Und warum wir diese anscheinend nur am Sonntagvormittag in und nach einem Gottesdienst finden können. Wenn sich die "Gemeinschaft" dann auch lediglich auf die gemeinsam absolvierten Programmpunkte reduziert - was ist diese Gemeinschaft dann tatsächlich wert? -------------------- Trotz so manchem Tief das ich erlebt habe, immer noch oder gerade deshalb Christ
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| Hel |
Geschrieben: 12.08.2008, 22:36
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Gruppe: Mitglieder Beiträge: 54 Mitglieds-Nr.: 280 Mitglied seit: 04.10.2007 |
Charly,
du fragst: "Was ist diese Gemeinschaft dann tatsächlich wert?" Antwort: Nichts! Wenn das Absolvieren des Sonntagvormittagsprogramms unser ganzes Christenleben ausmacht, dann ist das nicht das, was die Bibel sich unter "Jünger Jesu" sein vorstellt. Ich empfinde den Gottesdienst als hilfreich wegen des Inputs. Man dreht sich nicht nur um sich selbst, sondern bekommt neue Gedanken, wird in seinem Sein auf Gott ausgerichtet. Die Gemeinschaft kann hier, da gebe ich dir recht, aber doch nur sehr eingschränkt gelebt werden. Aber trotzdem, man sieht sich, kann sich kurz austauschen, hallo sagen, ... Für die intensievere Gemeinschaft sind dann wohl eher die Hauskreise zuständig und die Gebetsabende, die auch sehr zusammenschweißen können. Zumindest in einer größeren Gemeinde finde ich einen Hauskreis unumgänglich, sonst ist man alleine, einsam in einer Gemeinschaft und das sollte nicht sein. Das mit dem Heil verlieren, kann sein. Hier habe ich das aber nicht so erlebt. Die Hausgemeindebewegung war, solange es sie gab, von den anderen Gemeinden voll akzeptiert. Ganz ohne Gemeinde könnte ich es mir allerdings auch nicht vorstellen. Ich würde eine Hauskirche bevorzugen, gehe aber dann doch lieber in eine andere Gemeinde als nirgends wohin. Das haben wir nämlich auch schon eine längere Zeit gemacht und es hat uns und unserem Glaubensleben ÜBERHAUPT nicht gut getan. |
| Charly-l |
Geschrieben: 13.08.2008, 00:41
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![]() Gruppe: Administratoren Beiträge: 688 Mitglieds-Nr.: 241 Mitglied seit: 14.11.2006 |
Was soll ich sagen? Zuletzt hat unserem Glaubensleben der regelmäßige Gang in eine Gemeinde nicht mehr gut getan
Nicht weil die GDe schlecht gewesen wären. Naja, ich muss zugeben, die Predigten haben mir zuletzt kaum noch etwas gebracht. Zu oberflächlich - was nicht heißt, dass es nicht auch deutlich bessere Predigten gibt Nein, es war dann eher diese Gemeinschaft, die bei genauem hinsehen eben alles andere war, nur keine echte, ehrliche Gemeinschaft. Daran änderten auch die programmorientierten Hauskreise nichts. Da war soviel Programm, aufgrund der Erwartung der Teilnehmer, dass es zu einer echten Lebensmitteilung kaum reichte. Und wenn, störte man oft mit seinen Problemen nur. Wenn wir ehrlich sind, sind die meisten Hauskreise nichts anderes als Kleingottesdienste. So wie ich diese Gemeindeveranstaltungen über gut 30 Jahre nun erlebt habe, muss ich sagen, dass es viel gutes daran gibt, aber eben auch viel zu viel was wir uns dabei anscheinend nur vormachen. Ich kann mir auch vorstellen, dass evtl. für sogar den meisten Christen wichtig ist, eine gewisse Regelmäßigkeit in ihrem Glaubensleben, so wie in ihrem sonstigen Leben evtl. auch gibt, zu haben. Daher bin ich garnicht gegen Regelmäßigkeit und auch Traditionen. Nur wenn Traditionen zum Kern unseres Glaubensverständnis werden, denke ich, haben wir ein Problem. Ohne diese Programmunterstützung zu sein wirft uns auf unsere wirkliche Beziehung zu unserem Gott zurück. Unweigerlich müssen wir uns dem stellen, wie unsere Beziehungspflege mit Gott aussieht. Wir müssen uns dem stellen, was wir als "geheiligte Atmosphäre" vorstellen, was wir unter "Gott begegnen" verstehen, etc. Ich habe bei mir festgestellt, dass dies alles fast nur mit Programmvorstellungen gefüllt war - mit menschlich erzeugten Gefühlen und Traditionen. Das diese Reise, für sich auf Gott geworfen zu sein, ein Abenteuer ist und nicht Wenigen zunächst echte Probleme und Sorgen zu bereiten in der Lage ist, berichten auch Wayne Jacobsen und Brad Commings in ihren wöchentlichen Podcast auf der Homepage The God Journey (leider nur in Englisch) Nun muss Niemand gänzlich auf Programme verzichten - das fände ich pers. auch Schade. Nur mag es sich lohnen sich der Frage einmal auszusetzen: "Wie ist meine Gottesbeziehung tatsächlich gestaltet? Womit habe ich solche Begriffe wie 'Gott begegnen', 'geheiligte/gesalbte Atmosphäre', usw. eigentlich gefüllt?" Ruhen wir tatsächlich in Gott oder ruhen wir in einer lange geprägten und an Programmen gestützten Vorstellung von Gottesnähe? Sich diesem ganzen Programmgeschehen und formell eingeübten "Gemeinschaft" zu entziehen und den Schritt heraus aus den eingefahrenen Wegen zu wagen, kann ein Weg sein, sich derart zu hinterfragen. Vielleicht aber nicht für Jeden. Das muss nun Jeder mit sich und Gott ausmachen. Wir können hier keine Vorgaben machen - aber wir können anregen, sich einmal zu hinterfragen und sich evtl. auf die Suche zu machen, ob es da dann nicht doch noch mehr geben könnte, mehr echte Nähe Gottes und realere Gemeinschaft unter Glaubensgeschwistern. -------------------- Trotz so manchem Tief das ich erlebt habe, immer noch oder gerade deshalb Christ
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| risc |
Geschrieben: 13.08.2008, 23:41
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![]() Gruppe: Administratoren Beiträge: 483 Mitglieds-Nr.: 235 Mitglied seit: 31.08.2006 |
Diese Angelegenheit ist m.E. nach gar nicht so einfach. Ich kenne auch noch die Zeiten, wo ich von den Sonntagsgottesdiensten der Gemeinde einfach nicht loskam.
Ich brauchte einfach dieses Gefühl, das damit verbunden war. Die Atmosphäre, die Zeit, die Gespräche, den Kaffee und Kuchen nach der Predigt etc. Obwohl mir die Predigt nicht viel brachte und die Gemeinschaft oberflächlich war, wollte ich das Sonntags-Gottedienstfeeling nicht missen. Da ich aber wußte, dass es nur eine Tradition war und Gott mir diese Pflicht nicht auferlegte entschloß ich mich zu einer Entwöhnung. Es gelang - heute kann ich ohne Probleme den Sonntag ohne Gottesdienst genießen und ohne "in eine Gemeinde zu gehen". Man muß auch die Reife des Christen berücksichtigen. Während für einen jungen Gläubigen, der nach Lehre und Orientierung sucht, der Gang in eine "Gemeinde, wie wir sie kennen" notwendig ist, wenn er keine andersgeartete intensive christliche Gemeinschaft findet, sollte ein Gläubiger, der schon viel Erfahrung gesammelt hat, sich mehr auf das Geben, als auf das Nehmen konzentrieren. Das heißt dann im Idealfall: "Er geht nicht mehr zur Gemeinde, sondern er beginnt Gemeinde zu sein." In seinem natürlichen Netzwerk von Beziehungen lebt er dann Gemeinde, egal, wo er ist und sich mit Menschen trifft. Im Fokus steht dabei: von sich weg auf den anderen zuzugehen, ihn lieben in praktischen Dingen, ihn zu lehren und sich der Nöte anderer anzunehmen. Sicher wird er auf diesem Wege auch viel empfangen, wenn er vom Heiligen Geist geleitet ist. Was sind hier die Hemmnisse? Bequemlichkeit, Blindheit für die Berufung, eine verkorkstes Gemeindeverständnis, Mangel an Reich- Gottes Perspektive - zum Beispiel. ric -------------------- |
| Hans-Otto Heck |
Geschrieben: 15.09.2008, 05:36
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Gruppe: Mitglieder Beiträge: 173 Mitglieds-Nr.: 166 Mitglied seit: 07.01.2005 |
Hemmnisse nicht nur beim Start einer HG, sondern die Hemmnisse hinsichtlich des Fortbestehens einer HG, erscheinen mir noch eklatanter.
Ich kann mir nicht helfen, und ich meine dieser, uns all bekannte Baum der Erkenntnis spielt hierbei eine große Rolle. Wenn ich weiß, was gut und böse ist, erkenne ich mich selbst und versuche mich zu bekleiden. Ich fürchte mich vor ?Nacktheit?. Ich kann einfach nicht glauben, wenn ich mich ?nackt? zeige, dass ich geliebt werde. Ich produziere meine Bewertung, von gut und böse, auf meine Geschwister, in dem Maße inwieweit ich mich in meinem Bewusstsein auf der selbstgeschaffenen Skala der Ablehnung, des vermeintlich nicht guten, befinde. Kann es sein, dass wir uns alle danach sehnen, ?nicht bekleidet? geliebt zu werden. Ich kann dies erfahren, wenn ich mich im Gebet mit Gott unterhalte, habe aber anscheinend ein Problem damit, diese mir gewährte Annahme an meine Geschwister weiterzugeben. Nehmt euch einander an, wie Jesus euch angenommen hat, ist leichter gesagt wie getan. Richard hat irgendwann einmal, Sünde als Hemmnis von Gemeinschaft angesprochen. Ich meine, Sünde als solche ist es weniger, sondern unsere subtile Bewertung derselben, im Umgang miteinander. |
| Charly-l |
Geschrieben: 15.09.2008, 12:33
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![]() Gruppe: Administratoren Beiträge: 688 Mitglieds-Nr.: 241 Mitglied seit: 14.11.2006 |
Hallo Hans-Otto,
sehr ähnliche Gedanken habe ich auch. Die größere Nähe in den kleinen Gruppen der Hausgemeinden wird wohl tatsächlich so manchem echte Probleme bereiten. In den großen und noch größeren Gruppen der üblichen Gemeinden kann man unangenehmen Anfragen an uns leicht ausweichen - entweder zu anderen Leuten oder einfach isolierter in der Masse. In der kleinen Gruppe werde ich immer wieder angesprochen werden, resp. mit mir konfrontiert werden. So wie du es nennst: "nackt erscheinen" -------------------- Trotz so manchem Tief das ich erlebt habe, immer noch oder gerade deshalb Christ
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| Nici |
Geschrieben: 17.03.2009, 13:12
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Gruppe: Mitglieder Beiträge: 9 Mitglieds-Nr.: 349 Mitglied seit: 17.03.2009 |
Hallo,
ich habe die Disskusion hier ein wenig verfolgt. Vielleicht darf ich da auch mal meinen Teil zum Besten geben, als jemand der eine Hauskirche sucht. Die Gemeinde in die ich gehe ist sehr groß, somit sind Haukreise unumgänglich und eine Gemeinschaft hinzubekommen. Ich habe mich dann eingetragen, das ich auch gerne Infos über Hauskreise in unserer Stadt hätte. Der Gebietspastor rief mich dann kurze Zeit darauf auch an. Er lud mich dann zu einem Powerabend ein, wo mehrere Hauskreise zusammen kommen. Dort wäre Zeit für Gebet und danach blieben noch einige zum essen und da könnte man dann die Leute kennenlernen. So würde man, nach ein paar mal Powerabend, für sich auch den passenden Hauskreis finden. Find ich echt ne tolle Idee. Dann fingen für mich die Probleme aber schon an... Powerabende fingen während der Woche um 19Uhr sollten enden gegen 21Uhr. Danach dann noch das Kennenlernen und die Zeit für die Heimfahrt (der Powerabend ist in einer anderen Stadt) noch.... Wie ich in meiner Vorstellung schon geschrieben habe, bin ich alleinerziehend. Mein Sohn ist zwar schon 11, aber ich weiß das er abends nicht gerne allein ist. Er schläft dann nicht bis ich zu Hause bin, hat teilweise Angst oder macht sonst was... Letzte Woche bin ich dann doch mal gefahren. ... Die Gebetszeit ging bis fast 22Uhr, was nicht schlimm ist und auch sehr schön war, aber danach musste ich dann gleich nach Hause fahren... Leider keine Zeit mehr zum kennenlernen. Mein Sohn natürlich noch wach, als ich um 22:15Uhr nach Hause kam, war am nächsten Tag nicht ausgeschlafen. Leider habe ich hier niemanden, der nach meinem Sohn sehen kann... Vielleicht das mein Freund das nächste Mal hier bei ihm bleibt. Wäre schön. Dann könnte ich ohne Zeitdruck alles geniessen. Hauskreise finden hier leider auch nur Abends statt. Habe mal gefragt ob es einen gint der später Nachmittag oder früher Abend beginnt, aber leider gibts das nicht. Der GEbietspastor möchte sich aber mal umhören, ob vielleicht von einigen anderen dafür auch Interesse besteht. Ich habe aber auch ein paar Hemmungen, den Gebietspastor zu Fragen, wo genau hier ein Hauskreis ist (also die Powerabende zu umgehen) da ich eigentlich nicht der MEnsch bin, der irgendwo anklopfen kann und sagt:"Hallo hier bin ich". Ich weiß nicht warum, aber ich hätte dann so das Gefühl des Eindringlings in eine bestehende Gemeinde... Klingt komisch.. ich weiß.... Darum fand ich die Idee mit dem Kennenlernen whrend der Powerabende ja so super... dann weiß man schon so in etwas, ob man sich sympatisch ist, wie die Leute sind, wer zu dem Kreis gehört, wie sie ihn gestalten..... Ich denke das ist auch eine Problematik der Hauskreise. Auch wenn man es unter Christen ungern zugibt, aber es gibt eben Menschen die sich nicht wirklich "grün" sind. Wo eben die Wellenlänge, die Einstellung oder sonstwas nicht stimmt... Könnte mir auch vorstellen, das das dann dazu führen kann, das Hauskreise, kaum begonnen, sich wieder in Luft auflösen. Ich glaub es gibt viele Faktoren die da eine Rolle spielen... Wechselschichten, Kinder die man nicht allein lassen kann, Familieäre Probleme (die man nicht vor allen zugeben möchte). Vielleicht auch einfach nicht die Bereitschaft, einen ruhigen Feierabend dafür zu "opfern", sondern lieber die Füße hoch zu legen (wem ging es nicht mal so?) Ich hoffe für meinen Teil, das sich in Beziehung Hauskreis nun für mich was tut. (Paradox.. der eine sucht einen, und findet grad keinen.. der andere möchte einen Hauskreis gründen, aber findet keine Leute dazu) Liebe Grüße Nicole |
| risc |
Geschrieben: 17.03.2009, 17:51
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![]() Gruppe: Administratoren Beiträge: 483 Mitglieds-Nr.: 235 Mitglied seit: 31.08.2006 |
Hallo Nicole,
ich möchte dich auch hier begrüßen und dir eine gute Zeit wünschen, ich hoffe, dass du Antworten auf alle deine Fragen findest. Es ist wichtig zu verstehen, dass eine Hauskirche, oder Hausgemeinde - wir sagen auch "einfache Gemeinde" nicht zu vergleichen ist mit einem Hauskreis oder der Hauszelle einer Gemeinde. Die Abläufe, das Leben, die Gepflogenheiten und Prioritäten kann man deshalb auch nicht miteinander vergleichen. Die Probleme, die du geschildert hast, mit denen du zu kämpfen hast, sind typisch für ein bestimmtes Gemeindesystem. Natrülich, in deinem Fall geht es erst mal darum, wie du jetzt im Glauben wachsen kannst, ohne deinen Sohn zu vernachlässigen, vielmehr ihn sogar mit einzubeziehen. Leider bieten diese Art von Gemeinden weniger Traffen am Nachmittag z.B. Sa oder So., das macht die Sache schwierig. Aber ich denke, in dieser Gemeinde gibt es doch sicher auch So. morgen Gottesdienste, wo dein Sohn in eine Kindergruppe gehen kann. Sollte es die biblische Glaubensgemeinde in Stuttgart sein, so weiß ich, dass ihr auch ein paar Hauskirchen, ich denke auch in deiner Nähe wird eine sein, angegliedert sind - gibt es dort keinen kleinen Familien- Gottesdienst, wo man entspannt auch mit Kindern in einem Privathaus zusammenkommt? Das würde mich wundern. Diese Powertreffen am Abend, von denen du erzählt hast, würde ich dir wegen deines Sohnes nicht empfehlen. Gruß Richard -------------------- |
| Nici |
Geschrieben: 17.03.2009, 18:06
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Gruppe: Mitglieder Beiträge: 9 Mitglieds-Nr.: 349 Mitglied seit: 17.03.2009 |
Hallo Richard,
ja es ist die BGG in Stuttgart. . Und Sonntagsgottesdienst mit Kinderbereuung gibt es da natürlich auch. Da geht mein Sohn auch hin. Der Gottesdienst ist toll. Gibt mir wirklich viel und ich kann viel aufnehmen und versuchen umzusetzen. Was mich allerdings ein bissele stört ist eben die Größe... Da Anschluss zu finden, ist nicht einfach. Wenn Du sie kennst dann weißt ja auch wie groß die GEmeinde ist. Darum würde ich ja auch gerne zusätzlich noch einer Hauskirchen beitreten. Es gibt sie ja hier. In meiner Stadt sogar 2 (weiß allerdings noch nicht wo) Allerdings noch keine am späten Nachmittag bzw frühen Abend...(wo ich so 21Uhr zu Hause wäre...das wäre noch vertretbar und da könnte ich meinen Junior auch mitnehmen...wenns denn da auch noch andere Kinder hat) Es gibt allerdings bei der BGG so alleinerziehende Nachmittage. Da bin ich nun noch nicht gewesen. Werde den nächsten mal ins Auge fassen. Die bringen ihre Kids ja sicher auch mit und die die können mir vielleicht weiterhelfen, denn sie müssten ja so in etwa das gleiche Problem haben wie ich, in Bezug auf Hauskirchen... Wer suchet der findet.. so schnell geb ich ned auf... Liebe Grüße Nici |
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